Urenkel des Stadthalle Görlitz-Erbauers in den Vorstand des EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ-Fördervereins Freunde der Chorkultur Europas Hamburg-Görlitz e.V. gewählt

Die Europastadt Görlitz ist für Peter Graf von Hochberg nicht nur ein architektonisches Kleinod an der östlichen Grenze der Republik. Mit Görlitz verbindet ihn die Liebe zur Musik und die Verbundenheit mit der Geschichte der Stadt durch das dortige Wirken seines Urgroßvaters Bolko Graf von Hochberg (1843-1926). Dieser war der Gründer der Schlesischen Musikfeste und Erbauer und Stifter der Stadthalle Görlitz. Bereits im Jahr 2001 hielt der Urenkel anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Schlesischen Musikfeste den Eröffnungsvortrag über seinen Urgroßvater. Zudem hat er jahrelang aktiv das musikalische Erbe von Bolko von Hochberg, welches durch den 2. Weltkrieg der Familie verloren gegangen war, wieder zusammengetragen.

Nun geht der Graf einen weiteren Schritt, um die Idee seines Urgroßvaters von Görlitz als Kulturschwergewicht weiter zu entwickeln: Am Sonntag wurde Peter Graf von Hochberg in Hamburg einstimmig von der Versammlung der Freunde der Chorkultur Europas Hamburg- Görlitz e.V. in den Vorstand des Vereins gewählt. Dieser engagiert sich insbesondere für die Belange der EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ (ECA) und schreibt es sichlaut Satzung auf die Fahne, die Förderung von Kunst und Kultur voranzutreiben. Dies soll durch die Entwicklung und Durchführung von Chorkonzert-Projekten zur Weiterentwicklung und Verbreitung der europäischen Chorkultur geschehen. Auch die Konzeption und Durchführung innovativer künstlerischer, künstlerisch-pädagogischer und wissenschaftlicher Projektformate im Bereich der Chormusik, stehen im Zentrum der Vereinsbemühungen. „Ich begrüße Graf von Hochberg in unserem Vorstand, und freue mich ihn für den Ausbau des Wirkungsfeldes der ECA an ihrem neuen Schaffensort Görlitz - in enger Anbindung an die Musikstadt Hamburg - an unserer Seite zu wissen“, so der 1. Vorsitzende Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg und Büdingen. Der Fürst begleitet und fördert die Arbeit des europäischen Chores seit Jahrzehnten. Er sieht dessen Ausbau zu einem Institut zur Wiederbelebung der Chormusik auf allen Ebenen durchweg positiv. Insbesondere der Kerngedanken der Weiterbildung für den musikalischen Nachwuchs liegt dem Vereinsvorsitzenden am Herzen.

„Görlitz mit seiner musikalischen Tradition ist eine faszinierende Stadt für mich und meine

Familie. Die EUROPA CHOR AKADEMIE GÖRLITZ ist eine würdige Fortsetzung dieser Tradition“ bestätigt Graf von Hochberg nach der Wahl am Sonntag, und fügt hinzu: „Wir sind natürlich überaus glücklich, dass es gelungen ist, die notwendigen Mittel für die Sanierung der Stadthalle von Görlitz aufzutreiben, Die Wiederherstellung des Veranstaltungsorts für mindestens 2000 Besucher sowie für ein bis zu 1000-köpfiges Bühnenensemble bietet ideale Voraussetzungen für diesen Spitzenchor sowie vielfältige weitere Nutzungsmöglichkeiten“.

Auch Künstlerischer Leiter der ECA und Vorstandsmitglied Prof. Joshard Daus freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Urenkel Bolko Graf von Hochbergs: „Der Graf bringt durch seine Familienhistorie, seinen beruflichen Hintergrund wie auch sein vielfältiges bürgerschaftliches Engagements die idealen Voraussetzungen mit, um unsere Idee voranzutreiben. Wie der Vereinsname schon sagt, ist der Brückenschlag vom ländlichen Raum in die Musikstadt Hamburg ein eminenter Baustein unseres Tuns“ Daus gehört zu den bekanntesten deutschen Chordirigenten und hat Chöre und Orchester von Weltruf geleitet. Mit seiner großen Erfahrung und Kompetenz steht er für eine exzellente Ausbildung seiner Chorsängerinnen und Chorsänger. Die ECA ist sein Herzensprojekt, das er mit dem neuen Standort für die Zukunft gesichert sieht. Durch die noch mit Sir Jeffrey Tate auf den Weg gebrachte enge Zusammenarbeit mit den Symphonikern Hamburg – Laeiszhalle Orchester, hat die ECA zusätzlich zu ihrem Zentrum in Görlitz eine Residenz in der Laeiszhalle sowie Auftritte in der Elbphilharmonie.

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